BGH-Verhandlung zu Rückerstattungen bei illegalen Online-Casino-Verlusten nimmt Fahrt auf
Leon Schmitz · Sep 21, 2026

BGH-Verhandlung zu Rückerstattungen bei illegalen Online-Casino-Verlusten nimmt Fahrt auf

Das Bundesgerichtshof führte kürzlich eine mündliche Verhandlung durch, in der es um mögliche Rückerstattungsansprüche von Spielern ging, die zwischen Ende 2020 und September 2022 Verluste bei nicht lizenzierten Online-Casino-Spielen wie Roulette und anderen Tischspielen erlitten hatten, die von Anbietern wie Tipico Games ohne deutsche Lizenz betrieben wurden, und Beobachter verfolgen den Verlauf genau, während die Entscheidung Tausende ähnlicher Verfahren beeinflussen könnte.
Hintergründe der Leitentscheidung
Das Verfahren trägt die Bezeichnung Leitentscheidungsverfahren und konzentriert sich auf die Frage, ob Verträge über solche Spiele wegen des bis 2021 geltenden Totalverbots nichtig sind, wobei Richter Anzeichen zeigten, dass sie zur Nichtigkeit der Verträge neigen und damit Erstattungsansprüche bestätigen könnten, und dies geschieht vor dem Hintergrund einer unterstützenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem April, die nationale Verbote mit EU-Recht in Einklang bringt.
Rechtliche Grundlagen und EuGH-Einfluss
Experten verweisen darauf, dass das deutsche Glücksspielrecht vor 2021 ein umfassendes Verbot für Online-Casino-Angebote vorsah, was die Aktivitäten von Anbietern wie Tipico Games in den genannten Jahren betrifft, während das EuGH-Urteil die Kompatibilität solcher nationalen Verbote mit EU-Recht bestätigte und damit den Weg für nationale Gerichte ebnete, und die Verhandlung beim BGH zeigte eine Tendenz, diese Linie fortzusetzen, ohne dass bislang ein Urteilstermin festgelegt wurde.
Das Az. I ZR 216/25 und verwandte Verfahren bilden den Rahmen für diese Entwicklung, wobei Daten aus Gerichtsakten belegen, dass Tausende Klagen auf ähnlichen Sachverhalten beruhen und eine einheitliche Rechtsprechung dringend benötigt wird, und Beobachter bemerken, dass die Neigung des Gerichts zur Vertragsnichtigkeit auf der vor 2021 geltenden Rechtslage fußt.

Auswirkungen auf laufende Verfahren
Rechtsexperten analysieren, dass ein positives Signal für Spieler in diesem Leitfall zu einer Welle von Erstattungen führen könnte, da viele Kläger Verluste bei unlizenzierten Plattformen geltend machen, und die Verhandlung brachte zutage, dass die EuGH-Entscheidung aus April als Grundlage dient, um nationale Regelungen zu stärken, während September 2026 als Zeitpunkt für weitere Entwicklungen in ähnlichen Verfahren gilt, und Gerichtsunterlagen zeigen, dass die Zahl der betroffenen Fälle erheblich ist.
Die Prozessparteien legten Argumente vor, die sich auf die Illegalität der Angebote stützen, und das Gericht prüfte, ob Spieler Ansprüche auf Rückzahlung haben, wenn Verträge wegen Verstoßes gegen das damalige Verbot unwirksam sind, wobei die Tendenz zur Bejahung solcher Ansprüche erkennbar wurde und damit ein Präzedenzfall entstehen könnte, der über den Einzelfall hinausreicht.
Verfahrensstand und nächste Schritte
Kein fester Termin für das endgültige Urteil wurde bislang bekannt gegeben, was bedeutet, dass Betroffene weiter auf Klärung warten, und Anwälte berichten von anhaltendem Interesse an dem Ausgang, da die Entscheidung als Leitlinie für vergleichbare Streitigkeiten dienen wird, während die Verknüpfung mit dem EuGH-Urteil die Position der Kläger stärkt und Statistiken aus dem Bereich der Glücksspielklagen auf steigende Zahlen hinweisen.
Fazit
Die BGH-Verhandlung markiert einen wichtigen Schritt in der rechtlichen Bewertung von Verlusten bei nicht lizenzierten Online-Casino-Spielen, und die gezeigte Neigung zur Vertragsnichtigkeit sowie die Unterstützung durch die EuGH-Entscheidung aus April könnten zu klaren Erstattungsregeln führen, wobei das Leitentscheidungsverfahren Tausende weitere Fälle beeinflusst und die Entwicklungen in September 2026 weitere Hinweise liefern dürften. N/A (April 2026 decision referenced) und N/A (ongoing proceedings, Az. I ZR 216/25 and related) bieten zusätzliche Einblicke in die laufenden Aspekte.